Glukagon

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Das Hormon Glukagon ist der Gegenspieler des Insulins.

Es wird auch von Inselzellen der Bauchspeicheldrüse hergestellt.

Glukagon sorgt in erster Linie dafür, dass der Blutzuckerspiegel ansteigt.

Daher wird es ausgeschüttet, wenn der Blutzuckerspiegel zu niedrig wird. Auch bei proteinreichen Mahlzeiten, bei akutem Stress und körperlicher Anstrengung wird Glukagon ausgeschüttet.

Anstrengung wirkt als Auslöser für die Glukagonausschüttung, weil man durch körperliche Belastung Energie verbraucht und den Blutzucker dadurch senkt. Der Blutzucker muss daher wieder erhöht werden.

Akuter Stress war ursprünglich meistens mit erhöhter körperlicher Leistung verbunden, weil man entweder kämpfen oder schnell flüchten musste. Daher ist es nachvollziehbar, dass auch bei Stress Glukagon ausgeschüttet wird.

Bei erhöhtem Glukagonspiegel werden die Glykogenvorräte in der Leber abgebaut und als Glukose ans Blut abgegeben.

Außerdem werden nach proteinreichen Mahlzeiten mithilfe des Glukagons die im Protein enthaltenen Aminosäuren in Glukose umgewandelt. Bei dieser Umwandlung entsteht Harnstoff, der über die Nieren mithilfe von reichlich Wasser ausgeschieden werden muss. Daher sollte man viel trinken, wenn man viele Proteine zu sich nimmt.

Indirekt werden durch das Glukagon auch die Fettzellen ermuntert, Fett ans Blut abzugeben, mit dem Ziel, es durch Umbau zur Blutzuckersteigerung zu nutzen.

Dies ist wohl der Grund dafür, dass Glukagon manchmal als Schlankmacher-Hormon bezeichnet wird.

Doch das bedeutet nicht, dass es sinnvoll wäre, wenn man vermehrt Glukagon im Blut hätte. Bei zu viel Glukagon wäre ein zu hoher Blutzucker die Folge und das ist äußerst ungesund. Die gesundheitlichen Folgen eines zu hohen Blutzuckerspiegels kann man bei der Diabetes-Erkrankung deutlich sehen.

Wichtig für das Abnehmen ist jedoch, dass es nicht zu wenig Glukagon im Körper gibt.

Ein hoher Insulinspiegel hemmt die Ausschüttung des Glukagons. Das ist eigentlich logisch, denn im Normalfall wäre es unsinnig, wenn das Insulin das Glykogen in der Leber aufbauen lässt und das Glukagon es gleichzeitig abbauen lässt.

Doch für Menschen mit einer Insulinresistenz ist diese Hemmwirkung problematisch, weil sie andauernd einen zu hohen Insulinspiegel haben.

Wenn bei Menschen mit Insulinresistenz der Blutzucker absinkt, wird zu wenig Glukagon ausgeschüttet. Daher wird das Glykogen in der Leber nicht abgebaut und in Glukose verwandelt. Der Blutzuckerspiegel bleibt niedrig und wird möglicherweise immer niedriger. So kann es zur reaktiven Hypoglykämie kommen.



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