Cortisol

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Cortisol ist das Stresshormon, das nach einer akuten Stresssituation ausgeschüttet wird. Seine Aufgabe besteht darin, die körperlichen Folgen der akuten Stresssituation zu bewältigen.

Wie das Adrenalin wird das Cortisol in den Nebennieren hergestellt. Es wird ausgeschüttet, wenn das Adrenalin seine Aufgabe schon erledigt hat.

Manchmal kann man das vermehrte Cortisol im Blut sogar spüren. Kurz nachdem man eine Stresssituation erlebt hat, beispielsweise ein Telefonat mit einem verärgerten Kunden, fühlt es sich unangenehm im Magen an. Außerdem fällt es schwer, klar zu denken. Man ist wie blockiert. So kann Cortisol auch in Prüfungssituationen zum Blackout führen.

Ohne, dass wir es direkt fühlen können, bewirkt Cortisol aber noch etliche weitere Reaktionen im Körper.

Durch das lebensnotwendige Cortisol werden Entzündungen gebremst und ein überaktives Immunsystem wird beruhigt. Weil diese Funktion so nützlich ist, wird Cortisol in leicht abgewandelter Form auch als Medikament verwendet. Es wird dann Cortison genannt.

Außerdem erhöht das Cortisol den Blutzuckerspiegel. Das findet wohl deshalb statt, damit der Körper nach der Stresssituation genügend Energie für Reparaturarbeiten und die Erholung hat.

Obwohl Cortisol in Bezug auf die Blutzuckererhöhung ähnlich wirkt wie das Glukagon, kann man Cortisol dennoch nicht als Schlankmacher-Hormon bezeichnen.

Ganz im Gegenteil: Cortisol kann dick machen. Es fördert vor allem das gefährliche innere Bauchfett.

Die Zellen des Bauchfetts sind besonders gut in der Lage, Cortisol zu binden, weil sie viele Rezeptoren dafür haben. Daher sammelt sich das Cortisol im Bauchfett und das Bauchfett wächst.

Auch mit einer weiteren Wirkung fördert Cortisol die Entstehung von Übergewicht. Es blockiert die Insulinwirkung. Dadurch kommt es zu einer Insulinresistenz (siehe Seite 106).

Das Cortisol ist jedoch kein böses oder schlechtes Hormon, das man unbedingt vermeiden sollte. In gesunden Mengen ist Cortisol sogar lebensnotwendig.

Wenn jedoch ständig zu viel Cortisol im Blut vorhanden ist, dann wird Cortisol zum Problem.

Dauerstress kann einen ständig zu hohen Cortisol-Spiegel zur Folge haben.

Bei der heutigen Lebensweise kommt es relativ häufig zu Dauerstress, weil viele Menschen von einem Termin zum nächsten jagen und zwischendrin noch jede Menge Emails und Telefonate erledigen müssen. In der wenigen Freizeit droht dann häufig noch der Freizeitstress mit unzufriedenen Partnern und zu hohen Anforderungen an das eigene Freizeiterleben (siehe auch Seite 136).

Auch Depressionen können einen dauerhaft erhöhten Cortisol-Spiegel bewirken.

Wenn der Cortisolspiegel über einen längeren Zeitraum zu hoch war, kann es infolgedessen zu einer Erschöpfung der Nebenniere kommen. Dann wird anschließend zu wenig Cortisol hergestellt.

Wenn man zu wenig Cortisol hat, funktioniert das Immunsystem nicht mehr richtig, man ist schwach, ständig krank und leidet unter einem ganzen Spektrum von Beschwerden. Im Extremfall kann man an Cortisolmangel sogar sterben. Das geschieht jedoch meistens nur bei schweren eigenständigen Erkrankungen.

Bei gesunden Menschen, die gerade keine Stresssituation hinter sich haben, schwankt der Cortisol-Spiegel zwischen morgens und abends. Morgens ist der Cortisol-Spiegel meistens besonders hoch und abends deutlich niedriger.

Normale Cortisol-Laborwerte

Nachfolgend die normalen Cortisol-Blutwerte, die morgens höher sind als abends:

·         Morgens (8:00 Uhr)                             5 - 25 pg/dl

·         Abends (24:00 Uhr)                             < 5 pg/dl



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