Das hungrige Gehirn

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Das Gehirn ist so hungrig, dass es erheblich zum Übergewicht beitragen kann.

Im Schnitt verbraucht das Gehirn 30% der Nahrungsenergie.

Bei körperlich arbeitenden Menschen ist der Anteil natürlich niedriger als bei Schreibtischarbeitern.

Der Energiebedarf des Gehirns kann ausschließlich mit Glukose gedeckt werden, denn andere Substanzen kann das Gehirn nicht nutzen. Das bedeutet jedoch nicht, dass man die Energie in Form von Glukose essen muss, denn der Körper kann normalerweise auch Fette und sogar Proteine in Glukose verwandeln.

Für die ausreichende Ernährung des Gehirns muss der Blutzuckerspiegel mindestens eine normale Höhe haben und außerdem muss die Durchblutung gut sein.

Solange Menschen sich im Verhältnis zum Denken viel bewegen, stellt die Ernährung des Gehirns normalerweise kein Problem dar.

Doch wenn Menschen sich kaum bewegen, aber den ganzen Tag denken, stimmt das Verhältnis des Energiebedarfs nicht mehr mit der möglichen Versorgung überein.

Der Hunger, den das Gehirn an das Bewusstsein meldet, entspricht dem Hunger, den das Gehirn plus ein sich ausgiebig bewegender Körper hätte.

Daher essen bewegungsarme Denker häufig mehr als sie tatsächlich verbrauchen.

Sehr problematisch wird die Situation der bewegungsarmen Denker, wenn sie eine Insulinresistenz haben (siehe Seite 106).

Durch den erhöhten Insulinspiegel werden frisch gegessene Kohlenhydrate zügig als Glykogen oder Fettpolster abgespeichert. Der Blutzuckerspiegel sinkt dadurch wieder.

Der erhöhte Insulinspiegel hemmt außerdem die Ausschüttung des Hormons Glukagon.

Daher können die Glykogenspeicher nicht angezapft und zu Glukose zurück verwandelt werden. Der Blutzuckerspiegel bleibt niedrig.

Dadurch wird das Gehirn nicht ausreichend ernährt und sendet massive Hungersignale aus. Vor allem Heißhunger nach Süßigkeiten tritt auf.

Die Denkarbeit fällt schwer, bis endlich Süßigkeiten oder andere Kohlenhydrate gegessen werden. Auch süße Getränke schaffen Abhilfe. Kurzfristig wird der Hunger des Gehirns gestillt, doch das erhöhte Insulin senkt den Blutzuckerspiegel schnell wieder.

Wenn man außerdem wenig Wasser trinkt, wird die Situation noch verschlimmert, denn die Durchblutung ist dann nicht optimal.

Die Lösung des Problems besteht in vermehrter Bewegung.

Durch die Bewegung wird das Verhältnis zwischen Denkarbeit und körperlicher Anstrengung wieder ausgeglichener.

Außerdem hilft Bewegung gegen Insulinresistenz und fördert die Ausschüttung von Glukagon.

Wenn es trotz vermehrter Bewegung bei konzentrierter Denkarbeit zu Heißhunger kommt, kann es helfen, wenn man Wasser trinkt.

Das Wasser fördert die Durchblutung und daher wird das Gehirn besser ernährt.

 

 



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